Jahreslosung 2022

Jesus Christus spricht: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.
Johannesevangelium 6,37

Dieser Satz hat für mich mit einer entscheidenden persönlichen Erfahrung zu tun. Als Teenager bin ich in eine christliche Jugendgruppe eingeladen worden. Dort war ich sofort willkommen – so wie ich war. Im Laufe der Zeit habe ich dann gemerkt, dass diese einladende Atmosphäre mit Jesus zu tun hatte, bei dem auch alle Menschen willkommen sind. Für mich war das der Anfang eines Weges, auf dem ich zum Glauben an Jesus gefunden habe, der sagt: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“
In diesem Satz spüren wir den Herzschlag von Jesus. Wo immer er hingekommen ist, waren die unterschiedlichsten Menschen um ihn herum: ernste Gläubige, korrupte Karrieremacher, verachtete Prostituierte, Menschen mit ansteckenden Krankheiten, verkrachte Existenzen, aber auch ganz normale Menschen. Jesus hat für alle Zeit gehabt und sich ihnen herzlich zugewandt. Und weil er auferstanden ist, dürfen auch wir heute darauf vertrauen, dass wir uns an ihn wenden können – so wie wir sind. Wir können uns darauf verlassen, dass wir an einer Stelle immer willkommen sind, egal, wie es in uns aussieht oder was wir falsch gemacht haben – bei Jesus.

Inzwischen leben wir in einer Gesellschaft, wo viele Menschen das nicht glauben können, weil sie niemand kennen, der es ihnen nahegebracht hat. Daher ist für viele die einzige Chance, mit Jesus in Berührung zu kommen, die christliche Gemeinde, wo Menschen in seinem Namen zusammenkommen. So stellt sich für uns die Frage, ob das Leben in unseren christlichen Gemeinschaften so ist, dass Menschen dort die Menschenfreundlichkeit von Jesus erfahren können. Wo müssen wir vielleicht etwas ändern, damit Menschen bei uns Jesus finden? Es gibt nichts Wichtigeres!

Georg Grobe (Verbandsvorsitzender HVLG)